Auf dem ins Tal vorspringenden Schlossfelsen errichtete Herzog Berchtold V. von Zähringen um 1200 eine pfalzartige Burganlage und gründete gleichzeitig die Stadt. Er schuf so ein Herrschaftszentrum für ein geplantes Reichsherzogtum Burgund. Die damals entstandene Gestalt mit Bergfried, Palas, Halle und Ringmauer prägt das Schloss bis auf den heutigen Tag.
Die ab 1218 nachfolgenden Grafen von Kyburg ergänzten die Herrschaftssymbolik mit frühgotischen Elementen, vor allem durch die Ringmauer mit Bossenquadern und Flankentürmen. 1384 wurde aus der Adelsburg ein bernischer Verwaltungssitz. Einige Umbauten wie die Neukonstruktion des Palasdachstuhls betonten die Herrschaftskontinuität, andere wie die Unterteilung der Säle in kleinere Räume die Funktionalität einer Landvogtei. Dank der fortgesetzten Nutzung und dem geleisteten Bauunterhalt hat Bern das Schloss während mehr als 600 Jahren vor dem Ruin bewahrt. Diese Aufgabe übernahm 2017 die Stiftung Schloss Burgdorf. Sie nutzt das Bauwerk als einzigartige Kombination von Museum, Jugendherberge und Restaurant.
Begleiten Sie den Kunsthistoriker Daniel Uchtmann auf einer Reise um die halbe Welt.
Was hat ein 500 Jahre altes Gemälde über einen modernen Finanzskandal zu sagen? Welche Verbindung gibt es zwischen dem Hochmut eines biblischen Turmbaus und dem Ehrgeiz eines Extremtauchers, der den Ärmelkanal durchquert? Diesen Fragen geht der Kunsthistoriker Daniel Uchtmann (Kunsthistorisches Museum Wien) in „Die Sieben Todsünden“ nach. Er begibt sich auf eine Reise um die halbe Welt, um die Abgründe, die wir in den Bildern der Alten Meister entdecken können, in der Gegenwart zu erkunden.
Auf seiner Reise trifft er folgende außergewöhnliche Persönlichkeiten:
Gier: Anne Brorhilker, ehemalige Staatsanwältin
Trägheit: Vanja Palmers, Palmers-Erbe und Zen-Meister
Zorn: Wolfgang Bauer, preisgekrönter Kriegsreporter
Hochmut: Achim Schlöffel, Extremtaucher
Neid: Astrid Wagner, österreichische Strafrechtsanwältin
Wollust: Katharina Payk, Pastorin und Sexualpädagogin
Maßlosigkeit: Thekla Kaischauri, Wiener Wrestlerin und Star in Japan
Sascha Grammels (halb Bauchredner, halb Puppenspieler und halb Mathematikgenie) mit Ach und Krach, Jubel und Trubel und mit Doppel-Platin ausgezeichnetes DVD-Debüt "Hetz mich nicht!" als Audioprodukt.
Im Windschatten der digitalen Revolution begann sich vor einem Jahrzehnt auch ein neuer Typus von Kunstmusik auszubilden: eine Musik, die primär am Computer entsteht und nicht nur mit Noten und Samples, sondern auch mit Bildern, Videos, Texten, Umweltgeräuschen, Worten und Konzepten komponiert wird. Während die absolute Musik im besten Fall ephemere Weltbezüge über Strukturanalogien herstellen konnte, vermag diese relationale Musik ganz konkret auf die Wirklichkeit zu verweisen. Musik und Wirklichkeit entwickelt Modellanalysen von exemplarischen Werken, die zeigen, wie die Kunstmusik heute diese neuen Möglichkeiten des welthaltigen Komponierens nutzt, um in so unterschiedlichen Feldern wie der Konzeptmusik, der musikalischen Postmoderne, dem Sprechtheater, der politischen Musik, der bildenden Kunst und der Oper ästhetische Gehalte zu artikulieren.
Das schillernde Porträt einer Formel-1-LegendeDie Erfolge von Lewis Hamilton lassen sich nur in Superlativen messen. Er hat sich so viele WM-Titel wie Michael Schumacher erkämpft, die meisten Grand-Prix-Siege eingefahren und wurde mit mehr Ehrungen überhäuft als jeder Motorsportler vor ihm. Der 1985 geborene Brite erhielt von seinem Vater in weiser Vorausschau den Nachnamen des legendären Sprinters Carl Lewis als Vornamen und erkämpfte sich mit gerade einmal 23 Jahren den ersten Weltmeistertitel. Durch seinen riskanten Fahrstil lockt er bei den Formel-1-Übertragungen Millionen von Zuschauern vor die Bildschirme, die gebannt seinen Manövern folgen.Doch wer ist Lewis Hamilton wirklich? Frank Worrall zeichnet das packende Porträt eines weltberühmten Motorsportlers, der durch seine markigen Sprüche oftmals für Empörung sorgt, aber zeitgleich vegane Ernährung und Tierschutz propagiert. Während er auf der Rennstrecke Runde um Runde in atemberaubendem Tempo zurücklegt, spielt er in seiner Freizeit Klavier und Gitarre und engagiert sich bei Anti-Rassismus-Demonstrationen. Die spannende umfassende Biografie wird Hamilton als Menschen und Sportler gerecht, punktet mit Fachwissen und lässt die Herzen der hartgesottenen Formel-1-Fans höherschlagen. Ein wahrer Pageturner – aufregend wie ein Meisterschaftsrennen.
ALLES ALLEN ist ein Kunst am Bau Projekt, das die Frage nach dem Eigentum um die Frage der Ressourcen, des Erhaltens und Wiedergebrauchs erweitert. Im Zuge des Neubaus und Umzugs der Gustav-Heinemann Oberschule in Berlin-Marienfelde (2022-2025) arbeitete das ALLES-ALLEN-Team gemeinsam mit den Schüler*innen an der Frage, was Klimagerechtigkeit bedeutet, welche Rolle der eigene Ressourcenverbrauch im Alltag spielt, was sich wie verwerten oder weiterbenutzen ließe, welche Fotos, Zeichnungen und Geschichten sich recyclen lassen.
In enger Kollaboration der Mitkunstzentrale und dem Haus der Materialisierung – einem Produktionsort für klimaschonende Ressourcennutzung in Berlin – wurden gebrauchte Tischler-, Hartfaser- und Alu-Platten gesammelt und so aufbereitet, dass sie mit Fräsungen, Sieb- und Digitaldrucken weiterbearbeitet werden konnten. Aus diesen Materialien, Bildern und Geschichten entstanden zwei Bilderfriese, die das Foyer der neuen Schule rahmen.
Das Buch erzählt entlang der Bildtafeln und Fotografien nicht nur die kollaborative Entstehung der Friese, sondern stellt auch Fragen nach den Möglichkeiten des Re-Use von Ressourcen und der Verantwortung der Künstler*innen im Rahmen von öffentlichen Projekten. ALLES ALLEN verbindet die Frage nach persönlichem Besitz, die damit verbundenen gesellschaftlichen Verpflichtungen mit der nach Ressourcengerechtigkeit.
Ein Lesebuch für Fotograf*innen, mit und ohne Kamera, zum Schmökern, Mitreden und Verschenken
vom »Afghan Girl« über Lincolns Kopf bis zu den Shirley Cards
über berühmte Fotos, die Menschen und Geschichten dahinter
die besten Episoden aus dem fotomenschen-Podcast nun als Buch
30 Geschichten um berühmte Fotografien und die Menschen dahinter, die unsere Zeit, unser Denken und die Art und Weise geprägt haben, wie wir heute Bilder sehen und machen.
30 Ausschnitte aus bald 200 Jahren Fotografie, mit viel Wissenswertem, oft Erstaunlichem und Inspirierendem und manchmal auch Trivialem, das sich beim Lesen zu einer so umfassenden wie unterhaltsamen Geschichte der Fotografie verdichtet.
30 Anlässe, mit dem Gelesenen selbst abzutauchen in die definierenden Momente der Fotografie unserer Zeit.