Die direkt am See gelegene Sust von Horgen war von 1527 bis 1835 ein obrigkeitliches Lager- und Zollhaus für Güter, die teils auf dem See- und teils auf dem Landweg von Zürich über Zug in die Innerschweiz oder in umgekehrter Richtung befördert wurden. Aufgrund ihrer früheren Funktion ist die Sust ein bedeutendes verkehrs- und wirtschaftshistorisches Denkmal. Seit 1957 ist sie öffentlich zugänglich und beherbergt das Horgner Ortsmuseum (heute Sust Museum Horgen). Die aktuelle Baugestalt ist das Resultat einer langen Baugeschichte. Die ältesten Bauteile datieren aus dem 13./14. Jh., 1620 erfolgte eine bedeutende Erweiterung, und in den frühen 1780er- Jahren erhielt die Sust das charakteristische Walmdach. Die frühere Nutzung – Lagerräume im Erdgeschoss und die Wohnung des Sustmeisters in den beiden Obergeschossen – ist heute noch erlebbar, und eine Vielzahl von Baubefunden zeugt vom Wandel der Bau- und Wohnkultur zwischen dem ausgehenden Mittelalter und dem frühen 20. Jh.
Rechtzeitig zu seinem 60. Geburtstag blickt Wolfgang Bahro auf sein bisheriges Leben zurück, in dem Rechtsanwalt Jo Gerner eine besonders große Rolle spielt. Diesen Juristen mit einem fatalen Hang zu ungesetzlichen Handlungen verkörpert Bahro in der Kultserie Gute Zeiten, schlechte Zeiten seit 1993. Und zwar so gut, dass er damit zum Publikumsliebling wurde. Obwohl es ein Leben vor Gerner gab und sogar eines neben ihm gibt, in dem Bahro erfolgreich Theater spielt und eigene Kabarettprogramme aufführt, überstrahlt dieser Typ alles. Wolfgang Bahro ist immer wieder Gerner und spricht jetzt ganz offen über sein Leben als Bösewicht der Nation.
In diesem hoch erotischen Nylon Fetisch Hörspiel erlebst du, wie dich Julia intensiv mit dem Mund verwöhnt. Julia macht dies so sensitiv, dass du denkst, du würdest es live und hautnah erleben. Die Nylon Geräusche und ihre echten Orgasmen machen alle drei Erlebnisse zu deinen Höhepunkten. Morgens wacht Julia im Bett, noch in der Strumpfhose, neben dir auf und schwärmt von deinen zärtlichen Streicheleinheiten und deiner kraftvollen Penetration von hinten, um dir dann die Morgenlatte zu entsaften und dabei selbst zu kommen. Zur Mittagszeit möchte dir Julia Gambas in der Pfanne braten, doch dazu kommt sie nicht, weil du sie wieder an den Nylon-Beinen streichelst. Sie geht in die Knie, um dich mit ihrem Mund zu befriedigen. Dabei streichelt sie sich selbst zum Höhepunkt. Am Abend dann ...Dieses Hörbuch ist ein Muss für jeden Nylon Liebhaber! www.liebesmund.de
Analoge Fotografien begegnen uns im digitalen Zeitalter oft als Dinge, die – nachdem sie verwahrt, verloren oder sogar weggeworfen worden waren – (wieder-)gefunden werden. Die Faszination für solche gefundenen Fotos spiegelt sich auf markante Weise im zeitgenössischen Essay- und Dokumentarfilm wider.
Found Foto-Filme sind eine seit der Jahrtausendwende neu entstandene essayistisch-dokumentarische Form: Filme, die mit hinterlassenen, geretteten oder gefundenen Konvoluten fotografischer Bilder arbeiten, diese sammeln, auswählen und in einen neuen Kontext stellen. Sie stehen in einem Spannungsfeld zwischen populärer Ästhetisierung und Re-Auratisierung analoger Medien im Zuge der Digitalisierung sowie einer langen Tradition, die Materialität und Medialität von Film durch die Arbeit mit Fotografie und Found Footage filmisch zu reflektieren.
Charlotte Praetorius erkundet solche Aneignungen analoger Fotos anhand eines Korpus internationaler Filme: Wie setzen sich die Filmemacher_innen zu den fotografischen Funden ins Verhältnis? Wie greifen die Erzählungen und die Erzählbarkeit von Fotografie und Geschichte ineinander? Wie wird das fotografische Material angeordnet und inszeniert? Und wie lassen sich die Verhältnisse zwischen verschiedenen Medien und Materialien fassen? Dabei geht es Praetorius auch darum, die Formen des dokumentarischen und essayistischen Films als ein Reflexionsmedium von (Medien-)Geschichte ernst zu nehmen und zugleich auch kritisch infrage zu stellen.
Die Mode war schon »nutzergeneriert«, lange bevor der Begriff überhaupt aufkam: Was gerade »in Mode ist«, wird von Menschen bestimmt, die aus freien Stücken Produkte kaufen und tragen. Populäre Ästhetiken, die das Zeitgefühl prägen, sind das Ergebnis vielfältiger sozialer Aushandlungsprozesse. Die Kulturwissenschaftlerin Diana Weis untersucht, welche Rolle die Mode als Basis individueller Selbststilisierung in den Sozialen Netzwerken spielt, und stellt die Frage, ob die neuen Modebilder nicht auch neue Menschen generieren.
In diesem Buch zieht B. K. Tragelehn versonnen und verschmitzt, hellwach für die Finsternisse der Zeit, an seiner Zigarre und erzählt. Wieder. Noch einmal. In Gesprächen mit Hans-Dieter Schütt wandert er durch sein Leben und besteht auf die Stimmung eines Abendspaziergangs. Flankiert werden die Gespräche durch Texte von Josef Bierbichler und Friedrich Dieckmann.
Der 1936 in Dresden geborene Regisseur, Dichter und Übersetzer: Das ist Lust am Widerspruch, Begehren nach dem Paradox, Freude an frivoler Verweigerung: "Wenn alle dafür sind, bin ich auch dagegen." Am Eis der Zeit erhitzt er seine Poesie. Ein Komödiant mit simplizischem Talent. Für den letzten Meisterschüler Brechts und langjährigen Freund von Heiner Müller war das Leben im Osten eine Geschichte der Verbote, das Leben im Westen ebenfalls eine Chronik des Unliebsamen. Im verkoppelten Ostwesten dann die Wiederaufnahme des alten Möbelspiels: "Zwei Stühle kaufen / Und sich dazwischensetzen."
Der gestiefelte KaterKlassische Musik und Sprache erzählen ein Märchen von Charles Perrault.»… Als der Müller starb, erhielt der älteste Sohn die Mühle,der zweite bekam einen Esel und der dritte den Kater.Der Jüngste konnte sich nicht darüber hinwegtrösten,dass er ein so armseliges Los gezogen hatte …«Da sprach der Kater: »Seid nicht traurig, mein Herr, Ihr braucht mir nureinen Sack zu geben und mir ein Paar Stiefel machen zu lassen,mit denen ich durch´s Gebüsch streifen kann, und Ihr werdet sehen,dass Ihr gar kein so schlechtes Teil erhalten habt, wie Ihr meint …«Musik von Ludwig van Beethoven, Claude Debussy, Gabriel Fauré,Michail Glinka, Jacques Offenbach u.a.Klarinette: Uwe Stoffel; Violoncello: Helmut Menzler; Klavier: Thomas WellenErzähler: Ulrich NoethenIdee und Realisation: Kleeberg / Stoffel