In Anbetracht der drohenden Auslöschung der menschlichen Zivilisation durch die von der Menschheit selbst verursachte Klimakrise untersucht der Autor in seinem Werk die Unvereinbarkeit des menschlichen Überlebens mit einer globalen Wirtschafts- und Staatsform, die auf Privateigentum, unendlichem Wachstum, der Konkurrenz von Nationalstaaten sowie des Ausschlusses des Individuums von allen kollektiven Entscheidungen durch entweder politische Repräsentanz oder Diktatur basiert. Andererseits analysiert er das Potential der menschlichen Gesellschaft, ein unterwerfungs- und ausbeutungsfreies Verhältnis der Menschen zu sich, zueinander und zur Natur zu begründen. In seiner tiefgehenden Auseinandersetzung mit der zur Realität gewordenen Dystopie sowie der noch immer zu verwirklichen möglichen Utopie unserer Spezies bewegt er sich dabei frei zwischen Begriffsarbeit, erzählenden Darstellungsformen sowie Zwiegesprächen seiner literarischen Figuren.
Die Bewertung der Kindheit unterliegt in der Psychologie heftigen Trendschwankungen. Lange Zeit schien es klar zu sein: Alle Probleme und Störungen haben ihre Ursache in den ersten Lebensjahren. Dann folgte ein Umdenken. Inspiriert durch die Resilienzforschung gingen viele Experten nun davon aus, dass gute spätere Erfahrungen schlechte frühere wieder ausgleichen können. Außerdem bemängelte man, dass der Blick früherer Forscher immer nur auf Menschen mit seelischen Störungen gerichtet war, die tatsächlich oft in der Kindheit unter Lieblosigkeit, Gewalt oder Verlust gelitten hatten. Bei ganz normalen Biografien sei die Kindheit dagegen genauso bedeutend wie die Pubertät, eine große Liebe oder eine verletzende Scheidung. Fortan galt die Prägung durch die frühe Kindheit als Mythos. Mittlerweile hat sich der Wind erneut gedreht. Ob die Kindheit das Leben bestimmt, darüber diskutiert Ulfried Geuter mit den Entwicklungspsychologen Professor Dr. Rolf Oerter und Dr. Karin Grossmann.
Wie wurde aus dem Kosmopoliten und assimilierten europäischen Juden der wichtigste Anführer der zionistischen Bewegung?
Theodor Herzl (1860-1904) ist als Begründer des politischen Zionismus weltberühmt geworden. Dennoch wirft sein kurzes Leben viele Fragen auf: Wie konnte er gleichzeitig Künstler und Staatsmann sein, Rationalist und Ästhet, strenger Moralist und doch getrieben von tiefen, manchmal dunklen, Leidenschaften? Und warum wurde er von so vielen – auch traditionellen – Juden als Führungsfigur verehrt?
Anhand eines umfangreichen Korpus der privaten, literarischen
und politischen Schriften zeigt Derek Penslar, dass Herzls Weg zum Zionismus nicht nur vom grassierenden Antisemitismus angetrieben wurde, sondern sich auch aus persönlichen Krisen erklärt. Einmal dem Zionismus verschrieben, zeichnete sich Herzl als vollendete Führungspersönlichkeit aus – voller unermüdlicher Energie, organisatorischem Geschick und mitreißendem Charisma. Er wurde zu einer Projektionsfläche für viele Juden seiner Zeit, für ihre Bedürfnisse und Sehnsüchte.
Der Maler Rudolf Wacker (1893 – 1939) gilt als der bedeutendste Vertreter der Neuen Sachlichkeit in Österreich. Anton Reichel (1877 – 1945) war einer der wichtigsten Kunsthistoriker der Zwischenkriegszeit. Als Kurator und späterer Direktor der Albertina nahm er eine prominente Rolle im kulturellen Leben seiner Zeit ein. Wacker lernte Reichel 1923 kennen, als er in Wien lebte. Mit seinem Rückzug nach Bregenz entwickelte sich ein kontinuierlicher Briefwechsel. Diese Korrespondenz ermöglicht aufschlussreiche Einsichten in Wackers Lebenswelt, in seine Überlegungen zur Malerei, in seine Hoffnungen, Pläne, aber auch Enttäuschungen. Anton Reichel findet Gefallen an Wackers Arbeiten, schreibt Aufsätze über ihn, versucht immer wieder Ankäufe für die Albertina zu ermöglichen. Die Briefe vermitteln präzise Einblicke in den Kunstbetrieb der Ersten Republik und des "Ständestaates". Die Edition wird ergänzt durch Fotografien, die Wacker Reichel sandte, um ihn über seine künstlerische Produktion auf dem Laufenden zu halten, aber auch durch den Abdruck der Aufsätze, die Reichel über Wacker veröffentlichte.
Dorothea Sawatzki liegt in ihren Wehen und erwartet in Kürze ihr Neugeborenes. Die Schmerzen sind entgegen aller Beschreibungen in einer unvorstellbaren Intensität. "Der Junge kratzt sich durch meine Gebärmutter…"schreit die werdende Mutter schmerzverzerrt, kurz bevor sie notoperiert werden muss und der Schrecken beginnt.
"Du willst Philosoph sein. Mach dich darauf gefasst, dass man dich auslacht."In seinem Handbüchlein weist Epiktet einen zeitlos modernen Weg, sich von jenen zweifelhaften Werten und Überzeugungen freizumachen, die den Menschen versklaven. Wer sich unter Epiktets Anleitung wahre innere Freiheit erwirbt, den wird nichts und niemand mehr hindern können, glücklich und zufrieden zu leben.Covergestaltung: roland angst, berlin, unter Verwendung des Typodesigns von David Pearson, London
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