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Clara Viebig - Gesammelte Werke - Die Wacht am Rhein Das Weiberdorf Einer Mutter Sohn Absolvo te Kinder der Eifel Das Eisen im Feuer Das Kreuz im Venn - cover

Clara Viebig - Gesammelte Werke - Die Wacht am Rhein Das Weiberdorf Einer Mutter Sohn Absolvo te Kinder der Eifel Das Eisen im Feuer Das Kreuz im Venn

Clara Viebig

Verlag: e-artnow

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Beschreibung

Diese Sammlung umfasst die bedeutendsten Werke einer der wirkungsmächtigsten Erzählerinnen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Clara Viebig (1860–1952), in der Rheinprovinz geboren und früh zwischen Provinz und Metropole pendelnd, entwickelte eine Prosa, die naturkundliche Genauigkeit, psychologische Beobachtung und gesellschaftliche Diagnose verbindet. Sie wurde in der Tradition des Naturalismus gelesen, zugleich aber als prägende Stimme der Heimatkunst, weil Landschaft und soziale Milieus bei ihr nicht Kulisse, sondern handelnde Kräfte sind. Viebig veröffentlichte Romane, Novellen und Feuilletons, war in der Kaiserzeit und der Weimarer Republik eine Bestsellerautorin und prägte Debatten über Region, Geschlecht und Modernisierung. Ihr Rang speist sich aus der nüchternen, oft dokumentarischen Darstellung von Arbeit, Armut und weiblicher Selbstbehauptung, ohne moralisierende Vereinfachung. Zugleich blieb ihr Werk nicht frei von Spannungen der Zeit: Nationale Diskurse, Industrialisierungsschübe und soziale Verwerfungen hinterlassen Spuren in Tonlage und Stoffwahl. Nach 1945 geriet sie zeitweilig in den Schatten des Kanons, wurde jedoch im Zuge literatur- und kulturwissenschaftlicher Neulektüren – etwa durch Regional- und Genderforschung – wieder als wichtige Realistin der Jahrhundertwende sichtbar. Ihre sprachliche Präzision, die dramatische Verdichtung von Alltagskonflikten und die szenische Kraft ihrer Naturbeschreibungen sichern ihrer Prosa bleibende Aktualität.
Die Ausgabe zeigt die Spannweite von Viebigs Themenwelt. Im Eifel-Kosmos – etwa in Das Weiberdorf und den Eifelnovellen – zeichnet sie bäuerliche Lebensformen, Schmugglerpfade, Moorlandschaften und dörfliche Mikrogesellschaften mit einer Detailtreue, die Sozialgeschichte erzählerisch erfahrbar macht. Natur ist hier Ambivalenz pur: Schutzraum und Bedrohung, Ressource und Prüfstein. Frauenfiguren stehen häufig im Zentrum: tatkräftig, widersprüchlich, zwischen familiärer Bindung, wirtschaftlicher Not und persönlichem Freiheitsdrang. In den Berlin-Romanen wendet Viebig denselben unerbittlichen Blick auf Mietskasernen, Kleinhandel, Amtsstuben und Vergnügungsorte; Großstadt wird zur Bühne sozialer Auf- und Abstiege, zur Schule von Pragmatismus und Illusionsverlust. Kontrovers diskutierte Werke wie Das schlafende Heer spiegeln die politisch aufgeladenen Grenz- und Nationalitätsdiskurse ihrer Epoche; sie markieren die historischen Begrenzungen, aber auch die dokumentarische Brisanz ihres Realismus. Immer wieder verhandelt Viebig Arbeitsethos, Eigentum, Geschlechterrollen und die Kollision von Gewohnheitsrecht und staatlicher Ordnung – Stoffe, die den Übergang zur Moderne exemplarisch fokussieren.
Das Vermächtnis dieser Autorin liegt in der Verbindung von erzählerischer Spannung und sozialer Genauigkeit. Viebig macht "kleine Leute" zu Trägern großer Konflikte und zeigt, wie Landschaften Charakter formen. Ihre Prosa liefert Mosaiksteine zu einer vielstimmigen Geschichte Deutschlands um 1900 – und erklärt, warum diese Gesammelten Werke heute sowohl literarisch als auch zeitdiagnostisch wertvoll sind: Sie lehren, Wirklichkeit ohne Zierat zu sehen und dennoch das Drama des Daseins im Alltäglichen zu erkennen.
Verfügbar seit: 08.08.2025.
Drucklänge: 3388 Seiten.

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