Deutsche Sagen - Regionale Legenden Spuk- und Schatzgeschichten zwischen mythischer Überlieferung und Volkskunde
Brüder Grimm, H. Lohre, Alfred Haas, O. Monke, Adalbert Kuhn, J. Grässe, Kastner, Jodocus Temme, H. Klare, W. Schwartz, Ignaz Vinzenz Zingerle, G. Maldfeld, G. Willikus, Johannes Künzig, H. Siebe, Karl Müllenhoff, K. Wehrhan, Gustav Metscher, F. Seibert, Paul Zaunert, Richard Kühnau, Willibald von Schulenburg, Georg Schambach, G. Müller, C. Gilow, E. Handtmann, Grabinsk, A. Peter, A. Eichner, Fr. Worm, Karl Knauthe, Hugo Hepding
Casa editrice: e-artnow
Sinossi
Deutsche Sagen versammelt regionale Überlieferungen zwischen Mythos, Legende, historischer Erinnerung und lokaler Anekdote zu einem vielstimmigen Panorama deutschsprachiger Erzählkultur. Die Texte reichen von knapp gefassten Volksberichten bis zu literarisch geformten Nacherzählungen und bewahren Gestalten, Orte und Ereignisse, in denen Naturdeutung, Glaubensvorstellungen und soziale Erfahrung ineinandergreifen. Stoffe um Burgen, Quellen, Geister und geschichtsträchtige Landschaften machen die Vielfalt mündlicher Tradition sichtbar. Die versammelten Sammler, Herausgeber und Volkskundler stehen für mehrere Generationen gelehrter Beschäftigung mit dem Volkserzählen. Von den Brüdern Grimm bis zu regional arbeitenden Forschern wie Karl Müllenhoff, Ignaz Vinzenz Zingerle oder Johannes Künzig verbindet sie das Interesse, gefährdete Überlieferungen zu dokumentieren und zugleich sprachlich zugänglich zu machen. Die Sammlung steht damit im Horizont der Romantik, der nationalen Philologie und der sich institutionalisierenden Volkskunde, ohne die Eigenart lokaler Stimmen einzuebnen. Dieser Band empfiehlt sich als ebenso anregende wie lehrreiche Lektüre für alle, die deutsche Kulturgeschichte aus der Perspektive ihrer Erzähltraditionen erkunden möchten. Er eröffnet in einem einzigen Buch unterschiedliche Landschaften, Motive und Stile und lädt dazu ein, die Sagen miteinander ins Gespräch zu bringen: als Zeugnisse kollektiver Erinnerung, literarischer Gestaltung und fortwirkender kultureller Imagination.
